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Sind Emotionen universell?

Wie wir uns verhalten, wenn wir unterschiedliche Emotionen empfinden, steht im Mittelpunkt unserer Interaktionen mit anderen Menschen.  Wenn wir unseren Freunden zeigen, dass wir aufgeregt oder nervös sind und sie unser Verhalten spiegeln, fühlen wir uns stark verbunden.[1] Manchmal spüren wir sogar unterbewusst, wie wir uns fühlen, ohne es wirklich zu realisieren. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Sie Menschen in Ihrem Fernseher angelächelt haben? Dann haben auch Sie schon einmal eine solche emotionale Übertragung erlebt.

Solche Übertragungen sind nicht auf Menschen beschränkt - wenn Sie vor Freude tanzen, wird es Ihr Hund Ihnen bald gleichtun.

Aber fühlen wir wirklich alle das Gleiche? Sind Emotionen universell?

Die universelle Erfahrung von Emotionen

Mit der Frage, ob wir alle die gleiche Bandbreite von Emotionen erleben, beschäftigen sich Wissenschaftler seit Langem, unter ihnen Charles Darwin in den 1870er Jahren und der Psychologe Paul Ekman in den 1960er Jahren.

Es gibt grundlegende Emotionen wie Angst, Zufriedenheit oder Furcht, die direkt an unser Überleben geknüpft sind. Wenn wir beim Anblick eines Grizzlybären keine Angst haben, sind wir chancenlos. Diese Grundemotionen sind fest in uns verankert und werden von Menschen und Tieren gleichermaßen geteilt.[2]

Ekman listete sechs grundlegende Emotionen auf, die in allen menschlichen Kulturen existieren: Glück, Trauer, Überraschung, Wut, Angst und Ekel.[3] Diese Liste wurde später um komplexere Emotionen wie Stolz, Schuld, Verlegenheit und Scham erweitert. Menschen aus isolierten Kulturen zeigte Ekman Bilder von verschiedenen Gesichtsausdrücken und beobachtete, dass die Reaktionen auf Emotionen universell zu sein schienen. Auch neuere Studien belegen, dass einige Emotionen weltweit geteilt werden.[4]

Bei differenzierteren Emotionen wie Liebe, Bewunderung und Neid existieren verschiedene Forschungsmeinungen darüber, ob wir sie auf die gleiche Weise erleben und erkennen. Dies lässt Ekmans ursprüngliche These in einem anderen Licht erscheinen.  Allein ein Lächeln kann in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Reaktion hervorrufen.[5]

Individuelles Erfahren von Emotionen

Auch innerhalb von Gesellschaften kann es Unterschiede geben, wie Emotionen erlebt und artikuliert werden.
Denken Sie nur an Ihre Freunde und Familie: Jeder drückt Emotionen auf unterschiedliche Weise aus. Schon das leichte Zucken einer Augenbraue kann unsere Interpretation dessen, was sie fühlen, vollkommen verändern.

Unsere Emotionen werden durch Prozesse im Gehirn ausgelöst, die unsere physische Umgebung, vergangene Erfahrungen, Erinnerungen und Überzeugungen auf eine einzigartige, individuelle Weise bewerten. Während wir eine ähnliche Bandbreite an Emotionen haben, kann derselbe Trigger, der bei jemandem Wut hervorruft, bei einer anderen Person Angst auslösen.

Wir bringen unsere Emotionen auch auf individuelle Weise zum Ausdruck - manche Menschen sind extrovertiert, andere eher zurückhaltend. Dies lässt darauf schließen, dass das Beobachten von Verhalten allein nicht ausreicht, um festzustellen, ob die gleichen Gefühle erlebt werden.

Eine gemeinsame emotionale Sprache

Wo, wann und wie wir unseren Emotionen Ausdruck verleihen, wird auch von sozialen Normen bestimmt. Oft sind diese Erwartungen an Alter, Geschlecht, Kultur oder Situation gebunden. Zum Beispiel sind die Emotionen, die Sie auf einer Hochzeit zeigen, andere als die, die auf einer Beerdigung als akzeptabel gelten. Diese Erwartungen an den Ausdruck von Gefühlen werden als Display-Regeln bezeichnet.[6]

Emotionen werden also innerlich erlebt, aber der äußere Ausdruck dieser Gefühle dient verschiedenen sozialen Funktionen. Damit diese verstanden werden, müssen wir alle eine gemeinsame emotionale Sprache sprechen.

Eine gemeinsame emotionale Sprache trägt zur Stärkung von Gemeinschaftsgefühl bei. Die Fähigkeit, Emotionen anderer zu erkennen, zu verstehen und sich in sie einzufühlen, wird als emotionale Intelligenz  bezeichnet.

Indem wir ein Verständnis dafür entwickeln, wie sich emotionale Sprache innerhalb der und zwischen den Kulturen unterscheidet, können wir unsere eigene emotionale Intelligenz weiterentwickeln und somit erfüllte Beziehungen zu den uns wichtigen Menschen pflegen.

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